Die Erde nicht weiter plündern

Der Grundlagenbericht des Weltressourcenrats der Vereinten Nationen welcher im Rahmen des Treffens der G 20 zur „Ressourcenpartnerschaft“ diskutiert wurde zeigt: die Prognosen der UN zur weiteren Entwicklung des weltweiten Ressourcenverbrauchs sind alarmierend. Ein „weiter so“ bei unser aller derzeitigem Rohstoffverbrauch würde die Ressourcenmenge auf 186 Milliarden Tonnen im Jahr 2030 zum jetzigen Stand noch verdoppeln. Dabei hat sich der Verbrauch und der Abbau an Rohstoffen im 20. Jahrhundert bereits verzehnfacht.

© picture alliance / dpa

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Das übersteigt die Regenerationsfähigkeit unserer Erde bei weitem und geht über die planetare Substanz hinaus. Zwar ist es gut, wenn jetzt das Thema auf der internationalen Agenda steht und eine globale „Ressourcenpartnerschaft“ zumindest angekündigt wird.

Aber die Bundesregierung hat keinen Grund sich hier als Klassenprimus darzustellen. Sie könnte und muss selbst viel mehr tun, und hat dazu beispielsweise im Rahmen des Bürgerratschlags zum eigenen Ressourceneffizienzprogramm „ProgRess II“ viele gute Vorschläge erhalten, aber nicht aufgegriffen. Der Einstieg in eine Primärrohstoffsteuer im Rahmen eines Ressourcenschutzgesetzes wäre so ein guter und konkreter Vorschlag.

Wir leben längst auf Kosten unserer Enkel und der Menschen in weiten Teilen des globalen Südens und kommen letztlich – jeder von uns – auch nicht umhin, unsere Art des Konsums und Wirtschaftens laufend in Frage zu stellen und im Alltag ökologischer zu handeln.

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