Wie bin ich zur Politik gekommen?

Neben einer kurzen fußballerischen „Karriere“ in der E-Jugend des SFN Vechta und viel Musik in meiner Kindheit und Jugendzeit habe ich den größten Teil meiner Freizeit in der christlichen Jugendarbeit – als Messdienergruppenleiter und bei den PfadfinderInnen der DPSG – verbracht. Hierüber kam ich sehr früh in Kontakt mit gesellschaftlichen Fragestellungen in unserem Land, mit Umweltfragen und der Lebenssituation von Menschen in anderen Ländern, insbesondere in Afrika, wohin es mich erstmals mit 17 Jahren (nach Obervolta, das heutige Burkina Faso) verschlug. Dieser Kontinent, viele Freundschaften zu Menschen dort und – damit verbunden – das Engagement für mehr globale Gerechtigkeit, gegen Rüstungsexporte und für eine kritische Reflexion unseres Lebensstils in der deutschen Wohlstandsgesellschaft haben mich seit dem nicht mehr losgelassen.

Gemeinsam mit Freunden im DPSG-Bezirk Oldenburg habe ich die Togo-Partnerschaft aufgebaut, habe viele Gruppenbegegnungen mit jungen Menschen aus Togo und Deutschland geleitet, einen Eine-Welt-Laden mit aufgebaut und war dort lange Vorsitzender des Partnerschaftsvereins. Während meines Studiums arbeitete ich dann auf Diözesan- und Bundesebene im Bereich der entwicklungsbezogenen Bildungs- und Partnerschaftsarbeit der DPSG weiter. Hierüber bin ich auch dazu gekommen, mein Anerkennungsjahr bei den rwandischen Scouts zu machen. Anschließend – zur Zeit des schrecklichen Genozids in Rwanda – habe ich im Zuge einer Evakuierungsaktion für einige rwandische KollegInnen, die ich für die DPSG koordiniert und geleitet habe, die Schattenseiten deutscher Flüchtlings- und Ausländerpolitik kennenlernen müssen. Andererseits aber auch die Erfahrung machen dürfen, wie viel solidarisches Handeln dann schließlich doch erreichen kann.

In Rwanda 2013

In Rwanda 2013

Mit knapp über 30 Jahren und bereits zwei Kindern habe ich dann 1996 die Jugendverbandsarbeit abgeschlossen. Nach einer Phase der nicht-parteigebundenen Kommunalpolitik im Rahmen der Agendgruppen der Stadt Westerstede habe ich mich dann 1998 entschlossen, mein weiteres politisches Engagement in die kommunale Parteipolitik einzubringen. Die Frage nach der Partei stellte sich da aufgrund meiner Vorerfahrungen nicht – es konnte nur bei den GRÜNEN sein.

GRÜNE LDK Niedersachsen März 2013

GRÜNE LDK Niedersachsen März 2013

Seitdem bin ich in unterschiedlichen Funktionen, Ämtern und Mandaten politisch aktiv.

  • Als Ortsverbandssprecher der Westersteder GRÜNEN von 2000 bis 2003, seitdem im Westersteder Stadtrat
  • Als Kreisvorstand von 2003 bis 2012, seit Ende 2011 im Ammerländer Kreistag
  • Als einer von 5 SprecherInnen der Bezirkskonferenz Weser-Ems der GRÜNEN und Mitglied im niedersächsischen Parteirat bis 2013
  • Bundestagsabgeordneter seit 2013

Weitere Mitgliedschaften:

Fahrer beim Bürgerbus Westerstede e.V.

Fahrer beim Bürgerbus Westerstede e.V.

  • Westerstede Solar e.V. (Vorsitzender)
  • Bürgerbus Westerstede e.V. (Fahrer)
  • Komera – Jugend & Entwicklung e.V. (Geschäftsführer)
  • Ammerländer Bürger gegen die A20/A22
  • Deutsch-Ausländischer Freundschaftsverein
  • Ortsbürgerverein Moorburg e.V.

Politische Grundüberzeugungen

  • Gerechtigkeit ist unteilbar – wir müssen internationale Solidarität und die soziale Schere in Deutschland zusammen denken
  • Zukunftsfähigkeit setzt auf Lebensqualität und nicht auf quantitativen Wachstumsglauben!
  • Politik muss Menschen vor Ort Handlungsoptionen aufzeigen, damit sie nicht in Ohnmacht vor übermächtigen Strukturen erstarren

Handlungsfelder:

  • 100 % regenerativ ist viel schneller möglich! Klimaschutz ohne Kohle & Atom! Von „unten“ über Bürgerkraftwerke mit Sonne und Wind und Energiegenossenschaften, von „oben“ z.B. durch die Einbindung der Energieversorger wie EWE
  • A22-Nie! Mobilität neu denken! Autobahnneubauten verhindern, öffentlichen Verkehr beschleunigen!
  • Krieg ist keine Lösung – nirgendwo! Grüne Politik ist Friedenspolitik!

Weitere Ziele für mein Engagement im Bundestag:

  • Existenzsichernden, branchenübergreifenden Mindestlohn schnellstens einführen
  • Eigenständige Kindergrundsicherung organisieren
  • Ökologisch und volkswirtschaftlich unsinniges Verhalten besteuern (Finanztransaktionssteuer, Flugbenzinsteuer,…) zur Finanzierung einer Sozialpolitik, die diesen Namen verdient, und einer Klimaschutzpolitik, die unser Überleben sichert
  • Ökologische Landwirtschaft fördern – Massentierhaltung & Agro-Gentechnik braucht kein Mensch!
2 Kommentare zu “Wie bin ich zur Politik gekommen?
  1. ´Sie schreiben auf Ihrer Website „Gerechtigkeit ist unteilbar“. Dieser Grundsatz wird jedoch im Geltungsbereich des Bundesberggesetzes eingeschränkt, wie sich das zukünftig im Umfeld der Schiefergasförderung bemerkbar machen dürfte, und wie das bereits durch die politisch geduldeten Stasi-Hinterlassenschaften bei den ostdeutschen Braunkohleunternehmen verdeutlicht wird: http://www.heuersdorf.de/Braunkohlentag2014/Michel-Stellungnahme-Magdeburg07032013.pdf

    Sie meinen auch, dass eine 100prozentige regenerative Energieversorgung viel schneller möglich sei, was aber ebenfalls durch die schwerfällige Braunkohlepolitik zumindest in Frage gestellt wird: http://www.energypost.eu/german-lignite-thrives-policy-ambivalence/

    Indem Sie auch Mitglied im Ortsbürgerverein Moorburg e.V. sind, werden Sie sich vielleicht für folgende Hintergrundinformationen interessieren: http://www.energypost.eu/hamburg-commits-fossil-fuel-beyond-2050/

    Ich möchte Sie hierdurch keinesfalls entmutigen, sondern Ihnen stattdessen viele aufbauende Lernerfahrungen wünschen, vielleicht auch zum Thema Fracking: http://www.volksmeter.de/Abhandlungen/Michel-FrackingHamburg01052014.pdf

    • Jörg Thom sagt:

      Peter Meiwald ist Mitglied im Ortsbürgerverein Moorburg e.V. Dieses Moorburg liegt in Westerstede bei Oldenburg in Niedersachsen, nicht in Hamburg. [admin]

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