Wildnis in der Großstadt

Wenn einer eine Reise tut, so kann er nachher was erzählen. Und das ist wie nach jeder Fahrt, die das Bundespresseamt jedem Abgeordneten dreimal jährlich ermöglicht, auch nach dieser der Fall. „Stadtentwicklung“ war das Thema – Berlin einmal von einer anderen Seite zu betrachten.

Knapp 50 Menschen aus Oldenburg, dem Ammerland, Friesland und Emden sind meiner Einladung gefolgt und mit dem Zug nach Berlin gereist. Im Bundestag habe ich ihnen meine Arbeit als umweltpolitischer Sprecher und die Regularien von Oppositionsarbeit erklärt. In der niedersächsischen Landesvertretung, in Nachbarschaft zum Brandenburger Tor, gab’s das kleine Einmaleins des Bundesrates.

Berlin-Fahrt zum Thema Stadtentwicklung mit Peter Meiwald, MdB, im Plenarsaal des Bundestages

Berlin-Fahrt zum Thema Stadtentwicklung mit Peter Meiwald, MdB, im Plenarsaal des Bundestages

Wenn schon eine Fahrt zur Berliner Stadtentwicklung, dann ist Berliner Schnauze garantiert, das gehört einfach dazu. Ein Ziel war das Tempelhofer Feld, der größte Freiraum Berlins mitten in der Stadt. Auf dem Tempelhofer Feld scheinen Himmel, Weite und Freiheit grenzenlos zu sein: Seit der Öffnung des Tempelhofer Feldes im Jahr 2010 für alle ist Berlin um eine weitere Besonderheit reicher – eine der größten innerstädtischen Freiflächen der Welt. Wo früher Flugzeuge von West-Berlin in alle Welt starteten, gibt es nun über 300 Hektar grünen Freiraum zum Skaten, Schlendern, Gärtnern, Picknicken, Vogelbeobachten, Kite-Surfen und Vielem mehr. Die Freiheit des Ortes inspiriert: Das beweisen 19 Projekte, die mit künstlerischen, gärtnerischen und sozialen Ideen für eine Nutzung erfolgreich experimentieren und ein breites Spektrum an Angeboten geschaffen haben.

Ein anderes Ziel war der Natur-Park Schöneberger Südgelände, eine 18 Hektar grüne Oase auf einem stillgelegten Rangierbahnhof. Ein Gelände, bei dem der Bahnbetrieb 1952 eingestellt worden ist und das Jahrzehnte lang sich selbst überlassen blieb. Nach und nach holte sich die Natur die Fläche zurück. Es entwickelten sich wertvolle Trockenrasen, Hochstaudenflure und ein urwüchsiger Wald. Das Gelände beherbergt heute eine Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Tiere und Pflanzen. Nach Übergabe der Flächen von der Deutschen Bahn AG an das Land Berlin als Ausgleichsmaßnahme für den neuen Hauptbahnhof begann 1996 gemeinsam mit dem BUND die Umsetzung eines Natur-Park-Konzeptes, um den einmaligen Charakter dieser Naturoase langfristig zu erhalten und für die Öffentlichkeit zu erschließen. Etwa ein Drittel des Geländes wurde als Naturschutzgebiet und die restlichen Flächen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Heute ist das Gelände durch die faszinierende Verbindung von Natur, Bahnrelikten und Kunstobjekten geprägt. Um die artenreiche Natur zu betrachten, wird man über Wege und erhöhte Stege geführt, die dem Verlauf alter Bahntrassen folgen.

Mir macht es einfach viel Spaß, politisch interessierte Bürger*innen aus meinem Wahlkreis in Berlin im Bundestag begrüßen zu dürfen und ihnen meine Arbeit und das Funktionieren des politischen Betriebs näher zu bringen.

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