Parade Christopher Street Day (CSD)

Hoch auf dem GRÜNEN Motivwagen beim CSD Nordwest in Oldenburg. Links neben mir das GRÜNE Feierbiest Susanne Miks.

Hoch auf dem GRÜNEN Motivwagen beim CSD Nordwest in Oldenburg. Links neben mir feiernd Susanne Miks.

Mehr als 10.000 Lesben, Schwule, Transsexuelle und feierfreudige Heteros mit Zugwagen und Fußgruppen durch die Innenstadt – das ist der CSD Nordwest in Oldenburg. Und das zum 20igsten Mal. Der CSD in Oldenburg ist selbstverständlich geworden, „Vielfalt in Bildung, Beruf und Freizeit“ das Motto 2015.

Und doch ist es auch heute noch nicht nur eine bunte Party, sondern auch politisch weiterhin wichtig, auf die Straße zu gehen. Auch wenn manche Christdemokraten heute auch dabei sind, wo wir GRÜNE vor 20 Jahren politisch alleine dastanden.

Der CSD ist ein Riesen-Spaß, denn er ist jedes Mal eine Feier dessen, was in den letzten Jahrzehnten schon erkämpft wurde. Der CSD ist ein Festtag, Gedenktag und Demonstrationstag gleichermaßen. Interessanterweise arbeiten in Deutschland mittlerweile in über 50 Städten Ehrenamtliche daran, die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität abzubauen und organisieren Demonstrationen und Kundgebungen, die aus der Tradition des Christopher-Street-Day heraus entstanden sind.

Aktuelles Gesprächsthema in diesem Jahr war natürlich das Ergebnis der Volksabstimmung in Irland, das mich sehr gefreut hat. Das bedeutet, dass eine Nation mit tiefen katholischen Wurzeln gleichzeitig auch tolerant sein kann. Da stellt sich mir die Frage, wie sich die Situation hier in Deutschland, in dem in den letzten Jahren die maßgeblichen Entscheidungen zur Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben nicht das Parlament, sondern das Bundesverfassungsgericht getroffen hat, weiter entwickelt. Die Spitze der CDU/CSU nimmt hier schon seit Jahren ihre jeweiligen Koalitionspartner in Geiselhaft, um eine Gleichstellung zu verhindern und dies, obwohl ihr längst klar sein muss, dass es auch in Deutschland eine breite Mehrheit für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben gibt. Ein weiteres Zögern und Taktieren, eine Politik der möglichst kleinen Schritte, ist nicht nachvollziehbar und fördert weiterhin Diskriminierung und Ausgrenzung.

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