In der Ebene der Lokalpolitik

Nach vielen auch überregional interessanten Terminen der letzten Tage führte mich mein dritter Termin am Dienstag nach Halsbek in die Westersteder Stadtratssitzung.

Interessant dort waren neben einigen „Routinethemen“ vor allem die Diskussionen um die Zukunft unseres Campingplatzes und der städtischen „Jaspers-Hochkamp-Stiftung“.

Beim Campingplatz ist es uns GRÜNEN gelungen, in die neue Gebührenordnung eine besonders günstige Pauschale für FahrradfahrerInnen mit Zelt einzuarbeiten. Hier zahlen zukünftig zwei Menschen mit Zelt für den Standplatz inklusive Stromanschluss nur 5,- € gegenüber 18,- € für motorisierte Reisende. Ein Anliegen, das mir von vielen eigenen Zelt-Fahrradtouren her persönlich wichtig war. Mit dieser klaren Positionierung ist der Westersteder Campingplatz zukünftig sicherlich absolut vorbildlich für eine Preisgestaltung, die den politisch einhellig gewollten „sanften“ Fahrradtourismus privilegiert und außerdem gerade für junge Menschen ein deutliches Preiszeichen setzt.

Die seit Jahren dauernde politische Diskussion um ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept des herrlichen Jaspershofes, den die Stadt Westerstede vor einiger Zeit geerbt hat, hat leider auch in dieser Ratssitzung noch kein Ende gefunden, schon gar kein befriedigendes. Als Grüne Fraktion fordern wir seit Jahren, eine Bedarfsanalyse an den Anfang der Konzeptentwicklung zu stellen. Gemeinsam mit der Bevölkerung sollte herausgearbeitet, was in Westerstede noch fehlt und was davon möglicherweise auf dem Jaspershof umgesetzt werden könnte, anstatt am Bedarf vorbei weitere touristische Gartenprojekte zu konzipieren. Wichtig ist für uns dabei – auch im Sinne eines substanzerhaltenden Umgangs mit dem Stiftungsvermögen – im Jaspershof möglichst Einrichtungen und Räume unterzubringen, die die Stadt sowieso benötigt, um so andernorts auch Kosten für die Stadtkasse einzusparen. Daneben würden wir gerne Ideen aus der Bevölkerung zum Beispiel für ein „Urban Gardening“-Projekt aufgreifen und dort umsetzen. Hier wartet noch viel Arbeit auf die Stadt, uns GRÜNE und meine FraktionskollegInnen.

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