Blühende Landschaften

Schön wäre es, wenn unsere Landschaften wieder blühten, denn der Schatz unserer Landschaften, Tiere und Pflanzen, leidet erheblich unter uns Menschen. Die faszinierende Welt der Wildbienen hat uns am ersten Abend meiner Sommertour 2016 Rolf Witt mit fantastischen Fotos nahe gebracht. Rolf Witt ist Diplom-Biologe und einer der wenigen Fachleute für Wildbienen und Wildhummeln in Deutschland.

565 Wildbienenarten gibt es in Deutschland und zwei Drittel von ihnen stehen auf der sogenannten Roten Liste, sprich, sie sind vom Aussterben bedroht. Insbesondere die intensive Landwirtschaft ist für den massiven Rückgang ihrer Lebensräume verantwortlich. Die Flächen werden so intensiv genutzt, so intensiv gedüngt und mit Pestiziden belastet, dass es immer weniger Wildbienen gibt.

Volles Haus, sprich voller Saal, in Friedrichsfehn, denn für Wildbienen kann fast jeder von uns etwas tun. Die Landwirtschaft pflanzt Blühstreifen, die Kommunen säen auf öffentlichen Plätzen aus und auch die Gartenbesitzer*innen richten für mehr als 360 Wildbienenarten in Niedersachsen Nistplätze ein (v.l.n.r): Hermann Hermelin, Vize-Präsi der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sagte zu, sich für den Erhalt der Wildbienen und Wildhummeln einzusetzen, ich, Rolf Witt, DER Fachmann deutschlandweit für diese Spezies, Manfred Gerken, Kreislandwirt im Ammerland, gab zu, über den großen Stellenwert von  Wildbienen bislang wenig gewusst zu haben. Das wird sich jetzt ändern.

Volles Haus, sprich voller Saal, in Friedrichsfehn, denn für Wildbienen kann fast jeder von uns etwas tun. Die Landwirtschaft pflanzt Blühstreifen, die Kommunen säen auf öffentlichen Plätzen aus und auch die Gartenbesitzer*innen richten für mehr als 360 Wildbienenarten in Niedersachsen Nistplätze ein (v.l.n.r): Hermann Hermelin, Vize-Präsi der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sagte zu, sich für den Erhalt der Wildbienen und Wildhummeln einzusetzen, ich, Rolf Witt, DER Fachmann deutschlandweit für diese Spezies, Manfred Gerken, Kreislandwirt im Ammerland, gab zu, über den großen Stellenwert von Wildbienen bislang wenig gewusst zu haben. Das wird sich jetzt ändern.

Immerhin sind in den letzten Jahren die Bienen mehr in den Fokus gerückt, aber da geht es in der Regel nur um die Honigbienen. Wildbienen, die vielen Hummelarten und auch die oft unbeliebten Wespen dagegen bleiben vernachlässigt. Gut, dass in der sich anschließenden Diskussion der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Hermann Hermeling, dahingehend erklärte, sich bei der Kammer für Wildbienen und Wildhummeln stark zu machen. Auch Kreislandwirt Manfred Gerken bekannte, bisher so gut wie nichts über diese Insekten und ihre Bedeutung zu wissen. Auch Gerken kündigte an, mit dem Landvolk sich diesem Artensterben entgegenzustellen.

Helfen könnten Landwirtschaftskammer und Landwirte eigentlich recht einfach, indem sie wieder Ackerrandstreifen und mehrjährige Blühstreifen zuließen. Die bisherigen Blühstreifen, die wir auch im Ammerland bereits haben, helfen nach Aussage von Rolf Witt leider auch fast nur den Honigbienen und einigen häufig vorkommenden Hummeln. Hier müssen wir weiter entwickeln, denn in Maismonokulturen verhungern die Bienen. Also muss auch der Gesetzgeber her, damit die Anlage von wertvollen Blühstreifen für Landwirte auch wirtschaftlich ausreichend lukrativ wird. Daneben wäre es auch wichtig, offenen Sandstreifen, in denen viele Bienenarten ihren Unterschlupf bauen können, Raum zu geben. Aber auch unsere kommunalen Bauhöfe können ihren Beitrag leisten, indem sie zum Beispiel Straßenränder und öffentliche Plätze nicht immer radikal mähen. Und Privatleute können in ihren eigenen Gärten mit Wildblumensaaten die Wildbienen unterstützen.

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Ein Kommentar zu “Blühende Landschaften
  1. sonja schnurre sagt:

    on oldenburg lebend weiß ich wirklich nicht was hier und umzu schöne lebenswerte landschaft sein soll….alles vermaist und monokultur. hab ich in lüneburg ganz anders gesehen, wunderschöne blühstreifen. mit der beisherigen staatlichen förderung (gibt es welche zurzeit ?) wirklich sehr schön anzusehen. ich habe festegestllt dass leider auch schmetterlinge sehr viel seltener gewoden sind aber das interessiert niemanden… weil sie keine nutztiere, wie die bienen sind. alle anderen insektenarten auch. dsa wird sich mal ganz ganz bitter rächen.

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