Mülleuropameister

Deutschland ist Europas Spitzenreiter, so habe ich die vielen Gäste in der GRÜNEN Geschäftsstelle in der Böttchergasse in Gütersloh begrüßt. Wir alle sind spitze darin, Müll zu produzieren, 617 Kilogramm pro Person im Jahr. Das schafft sonst kein Land in Europa.

Alles Müll? Der Gesetzgeber macht es in Sachen Müll den Verbraucher*innen nicht gerade leicht. Was darf in den Gelben Sack und was nicht? Achtung: Aus dem Vokabular "Gelber Sack Fachsprache" biete ich die stoffgleiche Nichtverpackung an und intelligente Fehlwürfe (v.r.n.l.): Wibke Brems, MdL, ich, Maik Steiner, Vorstand und Andreas Brems, Vorstand.

Alles Müll? Der Gesetzgeber macht es in Sachen Müll den Verbraucher*innen nicht gerade leicht. Was darf in den Gelben Sack und was nicht? Achtung: Aus dem Vokabular „Gelber Sack Fachsprache“ biete ich die stoffgleiche Nichtverpackung an und intelligente Fehlwürfe (v.r.n.l.): Wibke Brems, MdL, ich, Maik Steiner, Vorstand und Andreas Brems, Vorstand.

Diese für Ressourcenschutz und Umwelt Umwelt verheerende Situation erkläre ich damit, dass das oberste Gebot der europäischen Abfallhierarchie, die Müllvermeidung, von der Bundesregierung links liegen gelassen wird und sie auch an der Idee eines ambitionierten Wertstoffgesetzes gescheitert ist. Anstatt weniger Müll herzustellen, anstatt mehr Rohstoffe wieder zu verwerten, anstatt Abfall werkstofflich zu verwerten, ist allein die Menge des Verpackungsmülls seit 2009 um ein Drittel gestiegen. Das nenne ich politisches Versagen auf der ganzen Linie.

waste-separation-502952_150Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe wurden in Deutschland in 2015 stündlich mehr als 300.000 Einwegbecher ausgetrunken und weggeworfen. Tendenz steigend. Ich schlage vor, einen Mehrwegbecher zu nutzen: Ein Pappbecher ist vermeintlich umweltfreundlich, doch sie sind kunststoffbeschichtet damit unsere Hände vor dem heißen Kaffee geschützt werden. Diese Becher sind so praktisch nicht zu recyceln. Für unsere Bequemlichkeit verschwenden wir in großem Stil wertvolle Ressourcen. Einen Mehrwegbecher zu verwenden ist  dabei nicht nur umweltschonend, sondern langfristig auch für die Verbraucher*innen finanziell günstiger, denn Einwegbecher und  Verpackungen bezahlen die Konsument*innen selbstverständlich mit. Zudem geben Anbieter zunehmend auch Rabatte bis zu 30 ct/Becher, wenn man seinen Becher selber mitbringt. Das funktioniert schon in Freiburg, Hessen und anderswo. Vielleicht auch ein Projekt für die Gütersloher Gastronomie?

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