GRÜNE in der EWE

Als GRÜNE haben wir im letzten Jahrzehnt die Geschäftspolitik unseres heimischen Energieversorgers EWE stets kritisch begleitet – insbesondere den Umgang mit den Kund_innen im Gaspreisstreit und die erkennbare Orientierung weg von der Region hin zu einem Global Player.

Seit der für uns sehr erfolgreich verlaufenen Kommunalwahl 2011 haben wir erstmalig über die Kommunalparlamente der Anteilseignerkommunen Stadt Oldenburg, Landkreis Wesermarsch, Landkreis Cuxhaven, Landkreis Oldenburg, Heidekreis und Landkreis Ammerland zunächst fünf, jetzt sechs Sitze in der 63 Personen starken Verbandsversammlung des EWE-Verbandes (Alexandra Reith, Jürgen Janssen, Hans-Jürgen Klein, Christopher Schmidt, Simon Schütte und ich). Auch im Verbandsausschuss und in den Aufsichtsräten von EWE AG und EWE Netz GmbH sind wir seitdem vertreten – und das in einer energiepolitisch extrem spannenden Zeit.

EWE Gruppenbild mit Dame: In der Mitte Alexandra Reith, rechts Hans-Jürgen Klein und ich.

EWE Gruppenbild mit Dame: In der Mitte Alexandra Reith, rechts Hans-Jürgen Klein und ich.

In Absprache mit unseren grünen Kommunalos in den Anteilseigner-Kommunen unserer Region sowie in engem Austausch mit diversen Energie-Initiativen versuchen wir seitdem, unsere Vorstellungen einer EWE als bürgerorientiertem Regionalwerk und aktivem Player der Energiewende in die Gremien und die Unternehmenskultur der EWE einzubringen.

Konkrete Ziele sind dabei nach erfolgreichem Ausstieg des Unternehmens aus seiner Atombeteiligung (AKW Grohnde) die Stärkung der Erzeugung erneuerbaren Stroms sowie ein mittelfristiger Umbaupfad hin zu einem regional orientierten Ökoenergieversorger. Dabei sieht es im Stromnetz der EWE schon recht gut aus – physikalisch bewegt sich mehr als 70 % regenerativ erzeugter Strom darin. Doch dies ist im gehandelten Strommix der EWE leider noch nicht so ablesbar. Der Strom wird noch weitestgehend an der Börse eingekauft und an die Kund_innen weiter gegeben. Hier wie beim Kraftwerkspark der EWE-Tochter SWB in Bremen, der noch einige Kohlekraftwerke beinhaltet, gibt’s also noch deutlichen Handlungsbedarf.

Und auch in der Unternehmenskultur gibt es noch einige Themen. Immerhin, der Kontakt mit den Kommunen in der Region wurde in den vergangenen drei Jahren deutlich verbessert, das Netzbeteiligungsmodell für die Städte und Gemeinden im Netzgebiet war vor drei Jahren noch undenkbar, heute wird es bereits relativ erfolgreich angenommen, und bei aller Kritik – auch der Umgang mit den Kund_innen wird langsam wieder anders gesehen und wahrgenommen. Im Vorstand wird es zum 1. Mai mit Ines Kolmsee erstmalig eine Frau (als Technikvorstand) geben.

Es bewegt sich etwas – auch wenn der Weg noch weit ist bis wir sagen können „Unsere EWE – unser kommunaler Ökostromversorger“. Daran werden wir auch weiter arbeiten.

 

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