Bezahlbares Trinkwasser

Mit Wasserversorgung als Daseinsvorsorge und Trinkwasserschutz bei uns im Nordwesten beschäftige ich mich ja schon lange. Privatisierungsgelüste im Rahmen der EU oder der geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA stellen hier ebenso eine Gefahr da wie Medikamentenrückstände und Mikroplastik in unseren Gewässern und die Nitrat- und Pestizidbelastung des Grundwassers aus der industriellen Landwirtschaft. Wasser aber ist ein Gemeingut und unser wichtigstes Lebensmittel und deshalb unverzichtbarer Bestandteil der Grundversorgung der Bevölkerung. Deswegen hat der europäische Gesetzgeber im Jahre 2000 unter anderem die EU-Wasserrahmenrichtlinie erlassen.

In unserer Region ist der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) als Körperschaft des öffentlichen Rechts seit 1948 für die Wasserversorgung zuständig. Mit diesem kommunalen Versorger mit hoher Fachkompetenz sind wir sehr gut aufgestellt.

Die Ressource Wasser ist für die Menschen in Friesland ebenso wichtig wie für die  Bevölkerung Namibias. Was beide Gesellschaften voneinander lernen können in Zeiten des Klimawandels tauschten in einem ersten Gespräch in Jever (v.l.n.r.) Hewat Beukes (Menschenrechtler aus Namibia), Regina Asendorf (GRÜNE MdL), Ludwig Stegink-Hindricks (Landesforsten), Gustav Zielke (GRÜNES Kreistagsmitglied), Carsten Kliegelhöfer (Vorsitzender GRÜNER Kreisverband Friesland), Silke Jantz-Roßkamp und ich miteinander aus. Fortsetzung folgt.

Die Ressource Wasser ist für die Menschen in Friesland ebenso wichtig wie für die Bevölkerung Namibias. Was beide Gesellschaften voneinander lernen können in Zeiten des Klimawandels tauschten in einem ersten Gespräch in Jever (v.l.n.r.) Hewat Beukes (Menschenrechtler aus Namibia), Regina Asendorf (GRÜNE MdL), Ludwig Stegink-Hindricks (Landesforsten), Gustav Zielke (GRÜNES Kreistagsmitglied), Carsten Kliegelhöfer (Vorsitzender GRÜNER Kreisverband Friesland), Silke Jantz-Roßkamp und ich miteinander aus. Fortsetzung folgt.

Im trockensten Land südlich der Sahara, in Namibia, ist die Wasserversorgung der Bevölkerung auch in staatlicher Hand, doch nicht so gesichert und steht erst recht nicht in dieser Qualität und Zuverlässigkeit zur Verfügung. Gustav Zielke von der GRÜNEN Kreistagsfraktion in Friesland hatte zu Jahresbeginn nach Jever zu einem Informationsaustausch eingeladen, denn er hatte den Menschenrechtler und Umweltaktivisten Hewat Beukes aus Namibia zu Gast. Regina Asendorf, die wasserpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion war mit dabei, Ludwig Stegink-Hindricks von den niedersächsischen Landesforsten, und Carsten Kliegelhöfer, der Vorsitzende des GRÜNEN Kreisverbandes Friesland.

Dass der Klimawandel nicht an Grenzen Halt macht, ist nicht erst seit der UN-Klimakonferenz in Paris Ende des vergangenen Jahres noch deutlicher geworden. Ebenso klar ist, dass die Auswirkungen der Klimakrise die Länder des globalen Südens sehr viel schneller und härter treffen als uns in Deutschland, wo wir viel Geld für „Klimafolgenanpassungsmaßnahmen“ zur Verfügung haben. Gerade in den Ländern Afrikas wird sich die Problematik der für alle Menschen zur Verfügung stehenden Versorgung mit sauberem Wasser in diesem Zusammenhang massiv verschärfen. Insofern ist ein Austausch von „Wasserwissen“ mit Namibia mehr als sinnvoll.

In Sachen Gemeingütern muss die Welt meines Erachtens viel enger zusammenrücken. Das Thema hat eine bedeutende soziale Dimension neben der ökologischen. Wenn ich daran gehe Fluchtursachen zu bekämpfen, komme ich auch ganz schnell auf das Thema Trinkwasser zu sprechen. Ein schonender, ein nachhaltiger Umgang mit dem Lebensmittel Nummer eins ist in Namibia ebenso geboten wie bei uns daheim.

Wäre doch schön, wenn sich eine weitere Initiative entwickelte, die uns weltweit einander näher bringt und das Klima schützt.

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